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Vienna’s Digital Calling – die Stadt Wien auf dem Weg zur Digitalisierungs-Hauptstadt Europas

Liferay hatte die Gelegenheit mit Klemens Himpele, CIO der Stadt Wien, über die ganze Bandbreite der digitalen Geschicke Wiens zu sprechen.
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Als eine der Vorreiterstädte in Europa setzt Wien in puncto Digitalisierung in vielerlei Hinsicht die Messlatte sehr hoch. Dabei verfolgt die Stadt eine Mission, denn Bürgermeister Michael Ludwig hat im Jahr 2018 eine ambitionierte Zielvorgabe gesetzt: Wien soll die Digitalisierungs-Hauptstadt Europas werden.       

Die Chancen, dieses Ziel zu erreichen, sind gut. Denn hinter den historischen Fassaden der Donaumetropole sind nicht nur viele spannende Digitalisierungsprojekte am Köcheln, Wien kann bereits eine Vielzahl von digitalen Erfolgen vorweisen und blickt auf eine langjährige Digitalisierungserfahrung zurück. 

Digitaler Humanismus

Dabei ist es vor allem eine auf den Menschen fokussierte Digitalstrategie, die den Wiener Weg von den Strategien der meisten anderen Großstädte unterscheidet. Ganz dem digitalen Humanismus verpflichtet, lautet das oberste Credo: das Leben durch Digitalisierung ein Stück besser zu machen und dafür zu sorgen, dass die Lebensqualität aller Wienerinnen und Wiener sehr hoch ist. Das kann nur funktionieren, wenn die Bürger der Stadt in den Digitalisierungsprozess einbezogen werden. „Die Digitalisierung muss den Menschen nützen – und nicht umgekehrt. Es geht darum, sich nicht globalen Entwicklungen auszuliefern, sondern aktiv und gemeinsam zu gestalten, wo die digitale Reise in dieser Stadt hingehen soll“, zitiert eine Pressemitteilung den Wiener Bürgermeister Ludwig.

Die Früchte der bisherigen Maßnahmen, Projekte und Initiativen können sich sehen lassen: von digitalen Services für Bürger und Bürgerinnen (virtuelles Amt, WienBot, Stadt Wien-App) bis zu Plattformen für Unternehmen und Industrie – die österreichische Hauptstadt ist auf eindeutig digitalem Kurs, der immer mehr Lebensbereiche berührt. Darüber hinaus wird mit einer eigens entwickelten „Digi-Box“ an Kindergärten und Schulen ein Verständnis für Informatik vermittelt. Die „Digi-Lehre“ wird mit 200 zusätzlichen Lehrstellen im Bereich IKT ausgebaut, ebenso wie das 5G-Netz der Stadt. Wissenschaft und Forschung werden intensiv gefördert, um Fortschritte bei Technologie, aber auch im Umgang mit Digitalisierung zu erzielen. Und in Zukunft soll das sich noch in der Betatestphase befindliche Portal mein.wien einer der digitalen Dreh- und Angelpunkte werden, “um den Wienerinnen und Wienern höchsten Komfort und Geschwindigkeit bei ihren Behördenwegen zu bieten.” 

Ehrgeizige Smart-City-Ziele

Für das größte internationale Aufsehen hat Wien jedoch mit seinen ehrgeizigen Smart-City-Zielen gesorgt. Eine ganzheitliche “Smart City Wien Rahmenstrategie” schreibt in 12 Zielbereichen 65 Einzelziele fest und soll im Zusammenspiel der drei Dimensionen Lebensqualität, Ressourcenschonung und Innovation seine volle Wirksamkeit entfalten. Das Mission Statement: „Hohe Lebensqualität für alle Wienerinnen und Wiener bei größtmöglicher Ressourcenschonung durch umfassende soziale und technische Innovationen.“ 

Ein modernes Intranet für die Stadt Wien

Das Intranet der Stadt Wien ist das zentrale Informationssystem für die gesamte Organisation und wird individuell von den verschiedenen Magistratsabteilungen gestaltet, verwaltet und genutzt. Self-Service, einfaches Publizieren, Kollaboration und abteilungsübergreifender Austausch – so sieht modernes Mitarbeiter-Empowerment aus!

Lesen Sie die Case Study >> 

 

Die bisherigen Ergebnisse überzeugen: vernetzte Lösungen für Mobilität, Umwelt, Bildung und Verwaltung sowie eine Fortschrittskontrolle der einzelnen Projekte, ein progressiver E-Health-Ansatz und offen zugängliche Verwaltungsdaten sind nur einige der Projekterfolge. Bereits 2019 kürten die Berater von Roland Berger die Donaumetropole dafür zum zweiten Mal zum globalen Spitzenreiter in puncto digitale Stadtentwicklung, dicht gefolgt von London und der kanadischen Kleinstadt St. Albert. Der Roland Berger-Report hebt dabei ganz besonders die konsequente strategische Ausrichtung und Koordination der Smart City-Aktivitäten in Wien hervor.

Zusammen laufen alle Digitalisierungsfäden im vierten Stock der Rathausgasse 8. Hier leitet Klemens Himpele die Gruppe "Prozessmanagement und IKT-Strategie" im Geschäftsbereich Organisation und Sicherheit der Magistratsdirektion der Stadt Wien. Als Chief Information Officer (CIO) der Stadt Wien verantwortet der gebürtige Deutsche damit die Umsetzung der Digitalen Agenda 2025, der Strategie, die “der Digitalisierung sämtlicher Lebensbereiche in der Stadt Rechnung trägt und verdeutlicht, wie mit diesem besonderen Veränderungsprozess erfolgreich umgegangen werden kann.” 

Wiens CIO im Interview

Edmund Dück, Geschäftsführer der Liferay GmbH, hatte die Gelegenheit mit Klemens Himpele über die ganze Bandbreite der digitalen Geschicke Wiens zu sprechen. Im Interview erläutert der CIO unter anderem, wie er die Wiener Digitalisierungsvorhaben vorantreibt und dabei dem Anspruch, die Lebensqualität der Menschen mit Digitalisierung zu verbessern, gerecht wird. 

Sehen Sie im Video:  

  • Was ist die Vision einer Digitalisierungs-Hauptstadt? 
  • Welche Rolle spielt Open Source und die Digital-Experience-Plattform Liferay? 
  • Wie lässt sich Lebensqualität digital definieren - insbesondere aus Sicht einer öffentlichen Verwaltung? 


Wien hat auf seiner Reise zur lebenswerten, digitalen Smart City bereits eine weite Wegstrecke hinter sich gebracht. Dabei sorgt die Entscheidung für die Nutzung einer übergreifenden Digital-Experience-Plattform für eine leichte Skalierung hin zu weiteren Anwendungen und Ideen. Ein inspirierendes Konzept für viele andere Smart Citys in der Welt! 

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Originally published
20 December 2021
 last updated
11 January 2022
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