Was behindert die digitale Transformation von Fertigungsunternehmen? In Umfragen wird immer wieder eine fehlende oder unzureichende digitale Strategie als Grund für Verzögerungen oder enttäuschte Erwartungen angeführt. Eine digitale Strategie sollte mehr beinhalten als eine Technologie-Roadmap; andererseits kann die digitale Strategie nur ergänzend zur Firmenstrategie wirken. Was also tun? Hier einige Dimensionen, die Sie bei der Entwicklung Ihrer digitalen Strategie unbedingt berücksichtigen sollten: 

Kundenzufriedenheit im Fokus

Jede digitale Strategie im herstellenden Bereich muss zur Steigerung der Kundenzufriedenheit gedacht werden – nicht zuletzt aufgrund der sich dramatisch ändernden kommerziellen Rahmenbedingungen weltweit, z.B. die steigende Zahl schneller und aggressiver neuer Mitbewerbern im Markt. Dieser Punkt klingt an für sich logisch – ist in herstellenden Unternehmen mit einem starken Technologiefokus dennoch häufig mit einem Kulturwandel (“von Feature zu Solutions”) verbunden. 

Umfassend und agil 

Angesichts der dynamIschen Entwicklung der digitalen Technologien kann eine digitale Strategie niemals “fix” sein. Sie muss immer bewegliche, veränderbare und modulare Elemente enthalten. Achten Sie darauf, in Ihrem Unternehmen eine agile Kultur der Strategieentwicklung zu implementieren, um auf Veränderungen schnell reagieren zu können.  

Die Erlebnis-Dimension: Digitale Strategien bauen auf “Experiences” auf

Digitaler Wandel ist umfassend. Er betrifft deshalb in Ihrem Unternehmen nicht nur eine Abteilung (z.B. Marketing oder Vertrieb), sondern fast alle Bereiche. Zudem ist digitaler Wandel nicht rein technologiebezogen (z.B. auf ein Produkt oder einen Vermarktungskanal). 

Jede digitale Strategie bewegt sich daher in der Schnittmenge von Technologie, Organisation und Menschen (Kunden, Mitarbeiter, Partner, …). Innerhalb dieser Schnittmenge entstehen Experiences. Diese Experiences müssen daher den Kern Ihrer Strategie bilden. 

Nicht minder wichtig: die User Experience. Angesichts der Vielfalt der zahlreichen Erlebnisse ist es ein Muss, die Experiences in eine einheitliche Nutzererfahrung zusammenzuführen. 

Digitale Strategien haben eine zeitliche Komponente

Wir lieben es, in unseren Strategien die großen Visionen zu entwickeln. Gut so! Eine Strategie muss immer von den Chancen her gedacht werden. Dennoch befinden wir uns bereits alle im digitalen Wandel – und möglicherweise haben wir an vielen Stellen bereits Nachholbedarf. Und dies muss berücksichtigt werden: Bei digitalen Experiences, die Kunden bereits als selbstverständlich ansehen, gilt es letztendlich einfach nur sie in “Just Do It”-Manier zu implementieren. 

Umfassend und langfristig:

B2B-Hersteller arbeiten meist mit langen Verkaufszyklen, bzw. auch mehrjährigen Wiederbeschaffungszyklen. Produkte sind über Jahre hinweg im Einsatz, teilweise sogar über Jahrzehnte. Dies bedeutet: Eine digitale Strategie muss den langfristigen Aspekt des produzierenden B2B-Geschäfts berücksichtigen - und zwar über den gesamten Kundenlebenszyklus, wie auch über lange Gebrauchszyklen. 

Gerade der letzte Punkt stellt viele Unternehmen derzeit vor eine große Herausforderung: Denn der digitale Wandel verläuft so schnell, dass es  angesichts einer teilweise antiquierten System- und Prozesslandschaft im Unternehmen (mit geringem digitalen Mindset) kaum noch möglich ist, einen Rückstand überhaupt aufzuholen – geschweige denn die Firma in die neue digitale Zukunft zu führen. 

Deshalb haben wir das Drei-Stufen-Modell für eine digitale Kundenstrategie entwickelt. Dies können Sie für sich nutzen, um gerade als B2B-Hersteller schrittweise und systematisch  die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. 

 

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